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Bank- und Kapitalmarktrecht

Viele Menschen entschließen sich dazu, zur Reduzierung der eigenen Steuerlast, zur Altersicherung, oder aus renditeorientierten Gründen zur Kapitalanlage.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde der Kapitalmarkt mit Steuersparmodellen regelrecht "überschwemmt". 

Die große Nachfrage an Steuersparmodellen hat bei weitem die Nachfrage an den mit diesen Mitteln finanzierten Objekten übertroffen.

Bestes Beispiel sind hierfür die Immobilienprojekte in den neuen Bundesländern.

Berlin wurde mit unzähligen Bauprojekten konfrontiert, die letztlich in der Masse völlig am Bedarf vorbei gingen.

Hinzu kommt die allgemeine wirtschaftliche Situation, die vielen Anlagemodellen Problem bereitet.

Anleger sollten sich bei der Anlageentscheidung ausgiebig beraten lassen.

Viele Produkte des Kapitalmarktes zielen zwar auf Vermögensmehrung ab, es ist jedoch nicht gesagt, dass das Vermögen der Anleger vermehrt wird.

Risikofreie Anlagen mit hohen Renditen würde jeder Anleger sofort zeichnen.

Gerade hier ist jedoch besondere Vorsicht angeraten.

Solche Anlagen würde Vermittler wohl eher selbst zeichnen.

Bei derartigen Versprechungen sollten Anlager vorsichtig werden.

Zudem sollten Anleger stets kritisch die Sachkunde ihres Beraters prüfen.

Anlageberater oder Wirtschaftsberater kann im Wesentlichen jeder werden.

Leider gibt es in Deutschland weder eine entsprechende Ausbildung, noch

berufsständische Voraussetzungen für diesen Berufsstand.

 

Eine weitere Besonderheit bei Kapitalanlagen ist die hohe Bereitschaft und Entscheidungsfreude der Anleger.

Wird bei Erwerbsgeschäften des täglichen Lebens der Preis kritisch hinterfragt, werden wesentlich folgendschwerere Anlagenentscheidungen häufig sofort getroffen und die vertraglichen Grundlagen ohne weitere Prüfung unterzeichnet.

Uns sind Fälle bekannt, in denen Anleger ihren Anlageberatern blanko Beitrittserklärungen unterschreiben haben, ohne einen Prospekt erhalten zu haben.

Teilweise erfolgte der Abschluss telefonisch oder per Telefax.

Oftmals haben sich Anleger bei verschiedenen Banken verschuldet, ohne dass sie dieses überhaupt sofort realisiert hätten.

Rechnet man die Vermögensverluste bei einzelnen Anlegern nach, stellt man fest, dass der Anleger jahrzehntelang sparen kann, ohne die durch seine Kapitalanlage bewirkten Verluste jemals ausgleichen zu können.

Der heutige Durchschnittsanleger verfügt weder über ausreichende finanzielle Mittel, noch über einen entsprechenden Kenntnisstand, so dass er für geschickte Anlageberater und Vermittler ein „leichtes Opfer“ sind.


Der Rechtsanwalt für Kapitalanlagerecht kann insoweit in verschiedenen Punkten behilflich sein:


Zum einen kann er vor Anlageentscheidung hinzugezogen werden, um die Anlage kritisch zu prüfen.

Eine solche Prüfung hat bereits vielen Anlegern Geld gespart.


Weiter kann der Anleger während der laufenden Anlage für wichtige Entscheidungen anwaltlichen Rat einholen (z. B. beim Thema Nachschüsse).


Soll eine Abwicklung der Beteiligung erfolgen sollte unbedingt anwaltlicher Rat eingeholt werden.


Liegt ein wirtschaftlicher Schaden vor, sollte der Rechtsanwalt Möglichkeiten zur Schadenskompensation oder Schadensminderung prüfen.

 

Prof. Dr. Thieler – Prof. Dr. Böh – Thieler – Seitz Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Stefan A. Seitz

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

 

Konrad-Adenauer-Straße 27

85221 Dachau

 

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