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LG Hamburg: Kunstwerke statt erneuerbarer Energien

Vor dem Hamburger Landgericht wird aktuell ein Strafprozess gegen zwei Ex-Vorstände der EECH European Energy Consult Holding aus Hamburg geführt. Die Beschuldigten boten vor einigen Jahren Anleihen zu erneuerbaren Energien und Kunst an. Den Anlegern wurde suggeriert, in erneuerbare Energien zu investieren.

 

Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hamburg sollen allerdings nur 3,35 Mio. Euro in Solarprojekte investiert worden sein und der weitaus größere Teil in den Erwerb von Kunstwerken geflossen sein. Im Jahr 2005 sollen für um die 25 Mio. Euro Kunstwerke angekauft und an die Tochter Art Estate AG für 37,9 Mio. Euro weiterverkauft worden sein.

Die Gesellschaft EECH meinte, gegenüber den Investoren nicht verpflichtet zu sein, das Kapital in bestimmte Geschäftsfelder zu investieren. Das sahen bereits einige Zivilgerichte anders und sprachen den klagenden Anlegern ein vorzeitiges Kündigungsrecht zu.

Bisher kam es zu keiner Rückzahlung. 2008 meldete die Firma Insolvenz an.