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Santander Vermögensverwaltungsfonds Kapitalprojekt in der Krise

Die Anleger des Dachfonds Santander Kapitalprojekt sind von der Auslösung der beiden Zielfonds SEB Immoinvest und CS Euroreal betroffen.

 

Für die Anleger des Dachfonds Santander Kapitalprojekt war der Mai 2012 kein guter Monat. Am 7. Mai 2012 wurde die Auflösung des Zielfonds SEB ImmoInvest bekannt gegeben, in den über ein Viertel des Fondsvolumens investiert wurde. Bereits am 21. Mai 2012 folgte dann die Auflösung des zweiten Zielfonds CS Euroreal. Nun sind rund 75 % des Fondsvolumens von der Liquidation betroffen.

Dachfonds, wie das Santander Kapitalprojekt, können für unbegrenzte Zeit geschlossen bleiben. Für die Anleger bedeutet das, dass sie ihre Anteile vorerst nicht zurückgeben können. Anleger, die sich mit dieser Situation nicht abfinden wollen, sollten umgehend einen auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt aufsuchen. Nur so kann geprüft werden, ob sie sich verlustfrei von ihren Anteilen trennen können und, ob bei der Anlageberatung Fehler gemacht wurden, die unter Umständen zu Schadensersatzansprüchen führen können.

So müssen beispielsweise bankgebundene Anlageberater darüber aufklären, wenn sie Vertriebsvergütungen erhalten. Bei den Dachfonds, wie dem Santander Kapitalprojekt muss darüber informiert werden, dass die Anteilsrücknahme unbefristet ausgesetzt werden kann. Deshalb ist auch die jederzeitige Verfügbarkeit des investierten Kapitals nicht gegeben. Die Anleger müssen auch über die wirtschaftliche Situation der Zielfonds aufgeklärt werden, da sich diese unmittelbar auf den Dachfonds auswirkt. Letztlich muss bei der Beratung ein Prospekt übergeben werden, in dem der Fonds ausführlich und richtig beschrieben wird.

Sollte bei der Fondsberatung gegen diese Aufklärungspflichten verstoßen worden sein, so bestehen für die Anleger des Santander Kapitalprojekts unter Umständen Möglichkeiten, Schadensersatzansprüche geltend zu machen.