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Schadensersatz wegen Verschweigen von Innenprovisionen bei Vermittlung einer Medienfondsbeteiligung - Entscheidung des LG Mönchengladbach (2009)

Das Landgericht Mönchengladbach hat einem durch Rechtsanwalt Stefan Seitz vertretenen Anleger bei der N1 European Film Produktions-GmbH & Co. KG Schadensersatz gegen die vermittelnde Raiffeisenbank Grevenbroich zugesprochen. Hintergrund war eine Beratung im Jahr 2003 durch Mitarbeiter der Bank, die nach Auffassung des Gerichts fehlerhaft war, da über die genaue Höhe der erhaltenen Innenprovisionen nicht aufgeklärt wurde. Auch die Nennung einer Obergrenze für Vermittlungsprovisionen in den Emissionsunterlagen wurde insoweit als unzureichend betrachtet, da es auf die konkrete Höhe der Zahlung im Einzelfall ankomme. Damit schließt sich das Gericht zahlreichen land- und oberlandesgerichtlichen Entscheidungen an, die den vermittelnden Banken anhand der neuen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Informationspflicht über Innenprovisionen deutlich höhere Hürden für eine vollständige und sachgerechte Beratung aufstellen. Betroffene Anleger sollten sich daher in jedem Fall anwaltlich beraten lassen, da mittlerweile Kenntnis von der aktuellen Provisionsmarge und etwaigen Fehlverhalten der Berater gegeben sein dürfte.

Prof. Dr. Thieler – Prof. Huber – Heike – Thieler Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Rechtsanwalt Stefan A. Seitz
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Am Perlachberg 3
86150 Augsburg
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