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Testierfähigkeit in der Praxis

Die Rechtsanwälte Prof. Dr. Thieler und Prof. Dr. Böh (Fachanwalt für Erbrecht und Fachanwalt für Steuerrecht) sind deutschlandweit auf die Prüfung von Testierfähigkeit in Zusammenarbeit mit ärztlichen Gutachtern spezialisiert.

Nähere Informationen finden Sie unter:

www.testierfähigkeit.com

Probleme bei Ehegattentestament

Bei Ehegattentestamenten, den sog. gemeinschaftlichen Testamenten, bei denen ein Ehegatte den Text schreibt und der andere seine Unterschrift leistet, gibt es meistens ein Problem. Denn in der Regel setzen sich die Eheleute gegenseitig ein und dann einen Abkömmling als Schlusserben. Fraglich ist dann immer, ob die Einsetzung des Abkömmling wechselbezüglich, also von beiden vorausgesetzt war. Ist das der Fall, dann kann der überlebende Ehegatte nach dem Tod des Partners das Testament nicht mehr ändern (Entscheidung des OLG Düsseldorf vom 14.09.2007, AZ 3 Wx 131/07).

Verständnisprobleme

Manchmal ist unklar, wie eine Regelung in einem Testament zu verstehen ist. Schon deshalb wäre es eigentlich unabdingbar, bei Abfassung des Testaments einen Rechtsanwalts hinzuzuziehen. Ein Problem kann dann bestehen, wenn bestimmte Nachlassgegenstände im Testament einem Erben zugewiesen werden. Es kann sein, dass die im Testament festgeschriebene Erbquote nicht berührt wird. Andererseits kann sich der Begünstigte auf den Standpunkt stellen, dass er den Gegenstand neben der Erbquote zusätzlich als sog. Vorausvermächtnis erhält (Entscheidung des OLG Frankfurt am Main vom 05.10.2007, AZ 3 U 272/07).

Vollständigkeit des Testaments

Wichtig für Erben! Derjenige, der erben möchte, muss beim Nachlassgericht sein Erbrecht häufig durch ein Testament nachweisen. Der BGH hat zuletzt entschieden, dass das Testament auch dann als voll gültig anzusehen ist, wenn in dem Testament ein Textteil ausgeschnitten ist (Entscheidung des OLG Hamm vom 14.08.2007, AZ 15 W 331/06).